BI Driftsethe

Bürger-Initiative gegen die Bauschuttdeponie in Driftsethe

Was wir wollen!

Um was geht es eigentlich bei der „Bürgerinitiative gegen die Bauschuttdeponie in Driftsethe“?

Die gut 700 Einwohner Driftsethes, einem etwa 900 Jahre alten Geestrückenort – an der Drepte gelegen – leben seit vielen Jahren mit und von der Natur.

Als Anfang des 21. Jahrhunderts – um 2002 – mit dem Bau des Wesertunnels begonnen wurde, brauchte man jede Menge Sand. Bei der Suche nach einem entsprechenden Lagerort wurde man in Driftsethe fündig. Die Firma Bunte beantragte den Sandabbau auf einem 13 ha großen Gelände – südlich der Kreisstraße 51 und nördlich eines Landschaftsschutzgebietes – und bekam auch eine Genehmigung, mit der Auflage nach dem Sandabbau das Gelände zu renaturieren. Diese Renaturierung wurde aber nur auf einem Teil des Geländes durchgeführt, da noch ein Restbestand an Sand vorhanden war. Inzwischen stehen auf dem renaturiertem Gelände unter anderen 3 bis 3,5 m hohe Kiefern.

Die Firma Bunte verkaufte nach Fertigstellung des Wesertunnels die Restsandkuhle an die Firma Freimuth, die dann auch mit dem Abbau des restlichen Sandes begann. – So weit so gut.

Mit dem 16. Juli 2009 läuft die Frist für die Anpassung nicht konformer Deponien an EU-Regeln ab. Die Mitgliedstaaten hatten acht Jahre Zeit, ihre Abfalldeponien an die EU-Standards anzupassen. Sie sind verpflichtet, das höchste Schutzniveau für Bürger und Umwelt zu garantieren.”

Das bedeutet, dass in Niedersachsen 2009 fast alle Deponien geschlossen wurden, da sie die strengen Auflagen (auch nach acht Jahren Zeit die Auflagen zu erfüllen!) nicht erfüllten. Der Kreis Cuxhaven schließt 2009 die Deponie in Neuenwalde. Da er keine Notwendigkeit einer Bauschuttdeponie sieht wird diese Schließung ohne Ersatz wirksam.

2009 beantragt die Firma Freimuth in ihrer, ja inzwischen abgebaute Sandkuhle, eine Bauschuttdeponie Klasse 1 zu errichten!

Dieser Antrag wird von der Gemeinde Driftsethe, der Samtgemeinde Hagen und auch von den Einwohnern abgelehnt. Man fragt sich verwundert, wie verlässlich sind die Auflagen der Kreisverwaltung? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Um den Entscheidungsträgern klar zu machen, dass wir Bürger, genau wie Gemeinde und Samtgemeinde dieses Vorhaben in unserer Gesamtheit ablehnen, haben wir diese Bürgerinitiative gegründet. In einer ersten Unterschriftensammlung haben wir 674 Unterschriften gegen dieses Vorhaben gesammelt und den Entscheidungsträgern zugesandt.

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